Review: Tronxy X5SA – Mut zum Basteln

Momentan sind vor allem Drucker im Prusa Style, wie der Ender 3 besonders beliebt, da sie in der Regel einfach aufzubauen sind und schnell in Betrieb genommen werden können, dadurch eignen sie sich besonders für Einsteiger in den 3D-Druck Bereich. Daneben gibt es aber auch Drucker, die nach einem anderen Prinzip arbeiten. Während sich bei Druckern im Prusa Style das Bett in Y Richtung bewegt, gibt es auch z.B. das CoreXY Prinzip. Hierbei bewegt sich das Heizbett auf der Z-Achse, während der Druckkopf sich auf der X und Y-Achse bewegt. Dies hat den Vorteil, dass weniger Masse in Y Richtung bewegt werden muss, wodurch höhere Geschwindigkeiten und eine stärkere Beschleunigung möglich wird. Nach diesem Prinzip funktioniert auch der Tronxy X5SA, den Banggood uns zum Testen geschickt hat. Wir haben den Drucker aufgebaut und ein paar erste Testdrucke gemacht.

Lieferumfang

– Tronxy 3D-Drucker Kit
– SD-Karte mit Anleitung und Software für den Wlan Betrieb
– Werkzeug zur Montage
Aufbau
Der Aufbau des Tronxy X5SA ist definitiv wesentlich schwerer, als der des Ender 3. Der Tronxy kommt in wesentlich mehr Einzelteilen und das Wenigste ist bereits vormontiert. Auf der mitgelieferten SD Karte befindet sich eine Anleitung als PDF Datei, welche die meisten Schritte beim Aufbau abdeckt. Allerdings ist es vorteilhaft vorher schon einmal einen 3D-Drucker aufgebaut zu haben oder generell ein gutes Verständnis für Mechanik zu besitzen. Bei uns hat der Aufbau ca 8 Stunden gedauert. Bei uns war der Extruder nicht korrekt vormontiert, aber ein erneutes Auseinanderbauen und wieder zusammensetzen hat hier geholfen, damit er wieder fördert. Der Rahmen des Tronxy X5SA setzt sich aus 2020 und 2040 Aluminumprofilen zusammen. Dadurch wird der Rahmen stabil und macht einen guten Eindruck. Probleme beim Aufbau hat der X-Carriage gemacht, dieser wackelt etwas auf dem Profil, dies lässt sich allerdings mittels selbstgedruckter Mods recht gut lösen. Auffallend bereits beim Zusammenbau ist, dass die Kabel für das Heizbett recht dünn bemessen sind. Außerdem ist kein Mosfet verbaut und die ganze Last geht über das Board, hier sollte Tronxy im Hinblick auf Brandsicherheit dringend nachbessern. Wir haben bei unserem Drucker direkt ein Mosfet verbaut. Ansonsten gestaltet sich der Aufbau zwar relativ langwierig, aber auch ohne größere Probleme.

Der erste Eindruck

Nachdem der Drucker aufgebaut ist geht es an den ersten Testdruck, was auffällt ist, dass das Druckbett nicht komplett gerade ist. Dadurch wird das leveln trotz Auto-Bed-Leveling Sensor schwierig. Wir haben uns eine beschichtete Glaßdruckplatte von Tronxy bestellt, diese sollte gerade sein, sodass der Drucker einfacher gelevelt werden kann. Das Touchdisplay des Tronxy X5SA stellt die Farben gut dar und reagiert schnell und genau auf die Eingabe. Per Menü wird das Z-Offset eingestellt, um den Drucker zu leveln. Die Menüführung ist einfach und durchdacht, leider funktioniert bei uns das beworbene Wlan Modul nicht, sodass wir es nicht testen konnten. Generell bietet der Tronxy viel Potential für Verbesserungen, da einige Punkte an dem Drucker von Tronxy nicht optimal gelöst wurden. Unsere erste Verbesserung war die Umrüstung auf ein MKS Sbase mit Smoothieware als Firmware, sowie das Verbauen eines Mosfets um etwas Last vom Board zu nehmen und den Drucker brandsicherer zu bekommen. Hierfür werden als nächstes dann noch die Kabel, welche zum Heizbett gehen gegen welche mit einem höheren Querschnitt ausgetauscht.

Wer sollte sich den Drucker kaufen?

Der Tonxy X5SA ist vieles, aber kein Einsteigergerät, die Montage und das Ausbessern erfordern Grundlegendes Wissen über 3D-Drucker und Elektronik, ansonsten hat man mit dem Drucker kein sicheres Gerät für den Hausbedarf. Wichtig ist an dieser Stelle, dass 3D-Drucker im Idealfall nie ohne Aufsicht laufen sollten. Dementsprechend ist der Tronxy für fortgeschrittene Benutzer, die Spaß am Basteln und verbessern haben. Dann kann man mit dem Tronxy einen guten Drucker haben, der viel Potential für Verbesserungen bietet. Wer daran Spaß hat den Drucker Stück für Stück zu verbessern und kein Problem damit hat, dass es etwas dauert bis der Drucker funktioniert findet mit dem Tronxy X5SA ein gutes nächstes Projekt. In unserem nächsten Beitrag werden wir detaillierter auf die Druckergebnisse nach dem Mainboard Wechsel eingehen und uns die Qualität der Drucke genauer anschauen.